Immunzellaufarbeitung
Heilungsprozesse sind stets eng mit dem Immunsystem verknüpft und verschiedene Immunzelltypen spielen eine essentielle Rolle in der "gesunden" Heilung von gestörtem Gewebe. Es ist bisher wenig darüber bekannt, wie Immunzellen auf Plasmabehandlung reagieren. Daher werden in diesem Projekt Auswirkungen von Plasma auf verschiedene Immunzellpopulationen in vitro getestet.
Die Zellen stammen dabei sowohl von Zelllinien, als auch von Spenderblut. Dabei kommt der frischen Präparation und exakten Isolation der gewünschten Population eine bedeutsame Rolle zu, die mit verschiedenen Techniken und Antikörper-Mischungen realisiert wird (Abbildung 6).
Nach Plasmabehandlung werden verschiedene Parameter eruiert. Dazu gehört vor allem die Vitalität, welche mit Hilfe von Fluoreszenzfarbstoff und Durchflusszytometer ermittelt wird. Ebenso essentiell ist die durchflusszytometrische Untersuchung verschiedener Oberflächenmarker durch Fluorochrom-konjugierte Antikörper, die u.a. den Aktivitätsstatus und den Typus von Zellen anzeigen (Abbildung 5). Ein weiterer wichtiger Untersuchungsschwerpunkt ist die Detektion von sekretierten Zytokinen. Dies sind Immunhormone, die die Kommunikation von Immunzellen mit Körperzellen und anderen Immunzellen sicherstellen. Mittels eines bead basierten Durchflusszytometers (Luminex SD) ist die quantitative Analyse mehrerer Zytokine pro Probe möglich. Schließlich soll ebenfalls untersucht werden, wie verschiedene, plasmabehandelte Immunzellpopulationen im Laborversuch auf Hautzellen oder andere Immunzellen reagieren.